Siegel & Zertifikate

Bio, BCI, OCS-100, Fair Wear Foundation, Recycled Claim Standard, Oeko-Tex uvm.

Alle unsere Textilien sind, nach Möglichkeit, so fair und bio wie möglich hergestellt. Hierzu nutzen wir Rohwaren, die verschiedene Zertifizierungen & Auflagen erfüllen.
Bei allen Produkten findest du deshalb direkt in der Produktbeschreibung eine Auflistung der für konkret dieses Produkt zutreffenden Zertifizierungen. So weißt du ganz genau, was du kaufst und welche Ansprüche an dieses T-Shirt oder diesen Pullover gestellt wurden.

Bio-Baumwolle

Bio-Baumwolle wird nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus produziert. Im Gegensatz zum konventionellen Baumwollanbau ist der Einsatz von chemischen Pestiziden und Düngemitteln verboten.

Für den Erhalt und die Verbesserung der natürlichen Bodenfruchtbarkeit wird mit Mist und Kompost gedüngt. Dadurch erhöht sich der Humusanteil des Bodens, der so mehr Wasser und CO2 speichern kann. Zusätzlich verringert sich die Erosionsanfälligkeit. Außerdem müssen die Bauern einen Fruchtwechsel einhalten. Das heißt, die Baumwolle wird im Wechsel mit anderen Kulturen angebaut. Dies dient ebenfalls der Bodenpflege und beugt der Vermehrung von Schädlingen und Krankheiten vor. Auch die gleichzeitige Aussaat anderer Pflanzen vermeidet unnötigen Spritzmitteleinsatz. So werden zum Beispiel in Westafrika Sonnenblumen um die Baumwollfelder gepflanzt. Diese ziehen Schädlinge wie den Baumwollkapselkäfer an und verhindern so einen Befall der Baumwollpflanzen.

Bio-Baumwolle wird von Hand geerntet. Chemische Entlaubungsmittel, die zur Erleichterung einer maschinellen Beerntung eingesetzt werden, sind verboten. Untersagt ist auch die Verwendung gentechnisch veränderter Pflanzen.

Mit dem Kauf eines einzigen Baumwoll-T-Shirts aus biologischer Baumwolle bewahrt man rund sieben Quadratmeter Anbaufläche vor Pestiziden und Kunstdünge.

Quellen & weitere Informationen:

The Better Cotton Initiative (BCI)

Die Better Cotton Initiative (BCI) ist ein Programm mit dem Ziel die nachhaltige Produktion von Baumwolle zu fördern. Die Gründung erfolgte 2005 von einer Reihe an Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen. Dahinter steht die gleichnamige Organisation mit Sitz in Genf. Sie ist Mitglied der ISEAL Alliance. Anders als Label wie Fair Trade, UTZ Certified oder Bio-Siegel zertifiziert BCI keine Endprodukte, sondern zielt darauf ab, die weltweite Baumwollproduktion insgesamt nachhaltiger zu machen, indem einerseits Baumwollfarmer in nachhaltiger Bewirtschaftung trainiert werden und gleichzeitig durch die baumwollverwertenden Mitglieder der Initiative Druck auf die Lieferkette ausgeübt wird, Baumwolle aus nachhaltiger Produktion zu verarbeiten.

Quellen & weitere Informationen:

U.S. Cotton Protocol

Der neue Dokumentationsprozess unterstützt die Nachverfolgbarkeit und Auswertung von Daten im Herstellprozess von U.S.-amerikanischer Baumwolle. Ab sofort können Textilhersteller und Handel dem U.S. Cotton Trust Protocol beitreten, einem neuen System für verantwortungsvoll angebaute Baumwolle, das in Übereinstimmung mit den UN-Nachhaltigkeitszielen Jahresvergleichsdaten in sechs Nachhaltigkeitskategorien liefert. Die neuartige Erhebung der Jahresvergleichsdaten ermöglicht Textilproduzenten und Handel, ihren Fortschritt in der Umsetzung der eigenen Nachhaltigkeitsverpflichtungen besser messbar zu machen.

„Zu den Zielen des U.S. Cotton Trust Protocol zählt es, das Vertrauen in verantwortungsvoll angebaute U.S.-Baumwolle in den Beschaffungsstrategien der Händler und Textilproduzenten zu verankern. Die teilnehmenden Unternehmen werden in der Lage sein, messbare Fortschritte bei der Reduzierung ihres ökologischen Fußabdrucks und bei der Erreichung ihrer Nachhaltigkeitsziele nachzuweisen.“

Die neue Baumwoll-Dokumentation fördert und verifiziert die Fortschritte im Bereich Nachhaltigkeit durch sorgfältige Datenerfassung über die komplette Lieferkette – von den Anbaudaten bis in den Handel – und organisiert deren Validierung durch unabhängige Sachverständige.

U.S. Cotton Trust Protocol setzt dabei auf die Zusammenarbeit mit den Organisationen „Field to Market, The Alliance for Sustainable Agriculture“ und „Control Union Certifications North America“. Die Textilindustrie und der Handel erhalten auf diese Weise nachverfolgbare Herkunftsdaten für die Baumwollprodukte ihrer Lieferketten. Mitglieder der Initiative haben Zugriff auf die aggregierten Jahresvergleichsdaten zu Wassereinsatz, Treibhausgas-Emissionen, Energieverbrauch, Kohlenstoffgehalt der Böden und Landnutzungseffizienz.

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Organic Content Standard (OCS)

Der OCS wurde 2007 von Textile/Organic Exchange ins Leben gerufen und bezieht sich in seinen Vorgaben auf den ihm übergeordneten Content Claim Standard (CCS). Auch beim OCS muss die gesamte Lieferkette nach OCS zertifiziert sein, um das Endprodukt nach OCS auszeichnen zu dürfen. Im Gegensatz zum GOTS ist beim OCS jedoch lediglich ein Mindestanteil von 5% Naturfasern aus kbA/kbT vorgeschrieben. Zudem sind nach wie vor Beimischungen von konventioneller Baumwolle und Polyester erlaubt. Der OCS lässt Sozial- und Umweltkriterien, ebenso wie Vorgaben zu Zutaten und chemischen Hilfsmitteln außer Acht und legt den Fokus auf die vollständige Rückverfolgbarkeit und Verifizierung der verwendeten Naturfasern.

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Fair Wear Foundation

Die Fair Wear Foundation (FWF) ist eine internationale Multi-Stakeholder-Initiative, die sich zum Ziel gesetzt hat gemeinsam mit allen Mitgliedsunternehmen die Lieferketten und Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken weltweit zu verbessern.

In einem strengen Verhaltenskodex, der sich „Code of Labour Practice“ nennt sind u.a. das Verbot von Kinderarbeit, das Recht auf Vereinigungsfreiheit, sichere Arbeitsplätze, existenzsichernde Löhne und eine ressourcenschonende Produktion geregelt - in allen Betrieben, die nach der Stoffproduktion kommen. Das sind z.B. Nähereien, Stickereien, Druckereien und Wäschereien.

Regelmäßig überprüft, bewertet und berichtet sie öffentlich über die Fortschritte der Mitgliedsunternehmen. Dazu zählen zum einen Kontrollen in den Produktionsstätten vor Ort sowie Interviews mit ArbeiterInnen. Zum anderen überprüft die FWF auch die Geschäftspraktiken der Unternehmen und ihren Einfluss auf die Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten.

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Recycled Blended Claim Standard (für recyceltes Polyester)

Einige unserer Produkte setzen bei einem Materialmix auf recycelte Materialien neben der verwendeten Bio-Baumwolle. Dies betrifft hauptsächlich Pullover & Sweatshirts, welche oft mit einem Anteil Polyester versetzt sind. Dieses Polyester wurde recycelt und unter dem RCS-Standard zertifiziert.

Der Recycled Claim Standard ermöglicht es Unternehmen den genauen Anteil an recyceltem Material in einer Ware zu erfassen und durch die Produktionskette weiter zu verfolgen. Je nach prozentualem Anteil des recycelten Materials in den zertifizierten Waren wird das Logo des RCS blended (min. 5% recyceltes Material) oder das RCS 100 Logo (min. 95% recyceltes Material) verwendet. Der übergeordnete „Content Claim Standard“ definiert bei dem RCS unter anderem die Rückverfolgbarkeit von Waren sowie die Transparenz in der Produktionskette.

Der RCS enthält keine Anforderungen zu den verwendeten chemischen Zusatzstoffen und schließt keine Richtlinien zu Umweltmanagement und sozialer Verantwortung im Unternehmen mit ein. Der Standard wurde von der Materials Traceability Working Group, als ein Teil der OIA's Sustainability Working Group entwickelt. Eigentümerin des Standards ist heute die Organisation Textile Exchange, welche unter anderem auch die Textil- und Recycling Programme OCS, GRS und CCS besitzt und weiterentwickelt.

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Oeko-Tex Standard 100

Ist ein textiler Artikel mit dem STANDARD 100 Label ausgezeichnet, können Sie sich darauf verlassen, dass alle Bestandteile dieses Artikels, d.h. auch alle Fäden, Knöpfe und sonstige Accessoires, auf Schadstoffe geprüft wurden und der Artikel somit gesundheitlich unbedenklich ist. Die Prüfung wird von den unabhängigen OEKO-TEX® Instituten auf der Grundlage des umfangreichen OEKO-TEX® Kriterienkataloges durchgeführt. Sie berücksichtigen im Prüfverfahren zahlreiche sowohl reglementierte wie nicht-reglementierte Substanzen, die der menschlichen Gesundheit schaden könnten. Vielfach gehen die gesetzten Grenzwerte für den STANDARD 100 über nationale und internationale Vorgaben hinaus. Der Kriterienkatalog wird mindestens einmal jährlich aktualisiert und um neue wissenschaftliche Erkenntnisse oder gesetzliche Vorgaben erweitert.

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Global Organic Textile Standard (GOTS)

Der Global Organic Textile Standard (GOTS) ist ein weltweit angewendeter Standard für die Verarbeitung von Textilien aus biologisch erzeugten Naturfasern und damit ein wichtiges Textilsiegel. Er definiert umwelttechnische Anforderungen entlang der gesamten textilen Produktionskette, sowie Sozialkriterien. Die Qualitätssicherung erfolgt durch unabhängige Zertifizierung der gesamten Textillieferkette.

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